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Kilimanjaro,Kilimandscharo, Mt. Meru Besteigung,Serenget,Safari, Tanzania.
Safaries, Bergwandern,Trekking,Sansibar, Zanzibar |
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Teilnehmer Reiseberichte - |
Kilimanjaro - Lemosho Route (Sept. 2010) Kilimanjaro - Marangu Route (Jan. 1996)
„Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum“... nach oben ... stand auf meiner Geburtstagskarte – und ich kann es noch immer kaum fassen, dass mein lang gehegter Wunsch, den Kibo zu besteigen, nun tatsächlich wahr werden sollte! Voller Erwartungen erreiche ich den Frankfurter Flughafen. Die roten „DAKS-Taschen“ der anderen Reiseteilnehmer leuchten mir am Schalter der Ethiopian Air Lines entgegen. Wir fliegen über Addis Abeba, Nairobi und landen mittags auf dem Kilimanjaro-Airport. Wir tauschen einige US-Dollars in Tansanische Schillinge – und die Sitze des Flugzeugs gegen die der beiden Jeeps. Gut, wenn man Kleingeld zur Hand hat, denn Kofferträger sind bei jeder Gelegenheit schneller zur Stelle, als man sich das vorstellen kann – und Trinkgeld wird für jede kleine Dienstleistung erwartet. Nach insgesamt fast 20-stündiger Anreise sind wir froh, als wir am Abend in der Octagon Safari Lodge angekommen. Schon auf der Fahrt zum Tarangire Nationalpark sehen wir Elefanten und Affen, Termitenburgen säumen den Weg. Schon früh am Morgen fahren wir zum Ngorongoro Krater. Nachdem sich der Nebel lichtet haben wir einen wunderschönen Ausblick auf die Kraterlandschaft. Am nächsten Tag begegnen uns in der Serengeti wieder viele Zebras, Thomson-Gazellen, Löwen und Affen, beobachten aus der Ferne auch einen Leoparden, eine große Anzahl Flusspferde und Krokodile. Am späten Nachmittag brechen wir vom Ikoma-Camp zu einer Fußsafari auf. Da es jedoch geregnet hatte, sehen wir weniger Tiere als erwartet. Die lange Fahrt vom Ikoma Camp nach Moshi macht uns noch einmal bewusst, welche gigantische Ausmaße die Nationalparks haben. Während unserer Fahrt können wir wieder viele Tiere beobachten, sogar noch einmal einen Leoparden. Abends erreichen wir das Hotel Springlands in Moshi – der Kilimanjaro grüßt uns im Abendschein! Beim Frühstück werden zum ersten Mal die Pulswerte und der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen und von jedem in seinem eigenen Datenblatt notiert. Am nächsten Tag erreichen wir das 2. Lager Saddle Hut (3566 m). Am Nachmittag besteigen wir noch den Little Meru (3820 m). Der Blick vom Gipfel zur Aufstiegsroute des Großen Meru steigert die Vorfreude auf diesen interessanten Vulkanberg. Zurück im Lager bewundern wir, was die Köche in ihren einfachen Küchen alles zaubern: Pfannkuchen, Hühnchen, verschiedene Suppen, sogar eine Geburtstagstorte! Abends bedanken wir uns im Rahmen einer kleinen Feier bei unseren Helfern und übergeben ihnen unsere Trinkgelder. Bisher hatte ich gesundheitlich keine Probleme, was ich auch darauf zurückführe, dass ich mich an die Regeln, die unser Bergführer aufgestellt hatte, halte: kein ungeschältes Obst oder Gemüse, keine Wassermelonen, Händedesinfektion vor dem Essen und Trinkwasser – auch Teewasser – mit Micro Pur forte Tabletten behandelt. Die Träger hatten uns schon lange überholt und das Lager eingerichtet. Unser Zelt bietet ausreichend Platz für 2 Personen, eine Schüssel warmes Wasser ersetzt die Nasszelle und im Essenszelt statt Speisesaal erwartet uns ein leckeres Mahl – es reicht so wenig zum glücklich sein! Nach einigen Tassen wärmenden Tee schlüpfen wir in unsere kuscheligen Schlafsäcke und genießen unsere erste Zeltnacht. Der nächste Tag führt uns zum Shira Camp II (3880 m), das wir um die Mittagszeit erreichen. Routiniert räumen wir unser Zelt ein, genießen Hähnchen mit Pommes und Bananen im Teigmantel, machen Siesta oder einen kleinen Spaziergang und lassen den Tag wieder mit warmen Tee ausklingen. Der neue Morgen begrüßt uns frostig, das Zelt und das Camp sind mit einer dünnen Eisschicht überzogen – doch nach einem warmen Tee oder Kaffee steigen wir auf zum Lava-Tower (4600m). Wieder schlafen wir wunderbar in unserem Zelt und genießen unser Frühstück mit Porridge, Toastbrot, verschiedenen Aufstrichen, Kaffee und Tee. Langsam nähern wir uns dem Höhepunkt unserer Reise. Glücklich machen wir uns auf den Rückweg, nehmen die Glückwünsche der entgegenkommenden Guides entgegen, sprechen den erschöpft aussehenden Gipfelanwärtern Mut zu und treffen zu unserer großen Freude die anderen unserer Reisegruppe, die über die Normalroute aufgestiegen sind. Nach einer kurzen Rast im Barafu Camp, steigen wir entlang der Mweka Route weiter hinab durch die unendlich scheinende Steinwüste. Die ersten Steingewächse künden den grünen Berggürtel an und zeigen uns, dass wir uns dem Ziel dieses langen Tages nähern. Während wir im Mweka Upper Camp (3830 m) eine kalte Cola genießen, hüllt sich unser Traumberg in Wolken, als ob er sich verabschieden wollte. Am Abend feiern wir unsere erfolgreiche Bergtour, verabschieden uns von unseren tansanischen Begleitern, die uns zu Ehren das „Kilimanjaro-Lied“ singen. Die letzten Stunden am Berg führen uns durch einen saftig grünen, abwechslungsreichen, durch seine Vielzahl an Pflanzen sehr beeindruckenden Regenwald. Bevor wir die letzte Nacht im Hotel Springlands verbringen, genießen wir nach einem kleinen Stadtbummel durch Moshi ein fingerfood-Abendessen in einem typischen afrikanischen Restaurant. Nach einem etwa 2stündigen Flug landen wir auf dieser wunderschönen Insel. Nach einem erholsamen Schlaf in unseren Himmelbetten und einem ausgiebigen Frühstück auf der Dachterrasse, treffen wir Ali, der uns zu Fuß durch Stonetown führt, vom Sklavenhandel erzählt und uns unermüdlich die Geschichte Sansibars näher bringen möchte. Gegen Abend erreichen wir die traumhaft gelegene Hotelanlage, beziehen unsere Bungalows und finden vor dem Dinner noch Zeit für den ersten Strandspaziergang am Indischen Ozean. Was für ein krönender Abschluss dieser von so vielen unterschiedlichen Eindrücken angefüllten Reise! Sabine Zeller |
Reisebericht von E. Christel
Krupp, Teilnehmerin einer DAKS Gruppe im Januar 1996 ... hat sich erfüllt. Am Flughafen in Düsseldorf sahen wir uns zum
ersten Mal. Bernd, Manfred, Jürgen und ich. Afrikas höchster Berg grüßte uns am frühen Morgen in Moshi majestätisch mit seinem schneebedeckten Gipfel. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch ... Doch bevor wir den Gipfelsturm wagten, wollten wir etwas von "Jenseits von Afrika" sehen. Mit dem Landrover fuhren wir in die Nationalparks Tarangire, Serengeti, Ngorongoro, Arusha und Lake Manyara. Wir zelteten auf Campingplätzen und saßen abends am offenen Feuer. Unsere Köchin Josi verwöhnte uns mit schmackhaftem Essen und köstlichen Früchten, dazu gab es Tansania-Tee. Während es in Deutschland tiefer Winter war, hatten wir hier kurz hinter dem Äquator
Frühsommer. Ein zartes Grün überzog die Landschaft, und die riesigen Baobabbäume,
Regenschirmakazien und Leberwurstbäume bekamen die ersten Blätter. Kein Film kann die
Schönheit dieses Landes wiedergeben. Um uns an die Höhe zu gewöhnen, bestiegen wir den Mont Meru - 4566 m. Der Weg ging durch den Arusha Nationalpark. Ein bewaffneter Ranger mußte uns begleiten, um uns vor eventuellen Angriffen von Wasserbüffeln oder Warzenschweinen zu schützen. Ein einheimischer Bergführer, ein Koch, vier Träger und natürlich Nikos sowie der Ranger gehörten zur Mannschaft. Bis zur Mirakamba-Hütte -ca. 2.800 m - schüttelte uns der Landrover hoch. Höchste Ansprüche an Mensch und Material .... Von der Hütte aus wanderten wir durch den Regenwald, der seinem Namen alle Ehre machte, zur Saddle-Hütte auf ca. 3.800 m. Diese ist eine Selbstversorgerhütte, die nur Brennholz zur Verfügung stell; - alles andere muß von den Trägern hochgebracht werden. Am anderen Morgen gegen halb fünf, es war noch finster, stiegen wir auf. Es war bitterkalt, doch der erste steile Anstieg brachte uns ins schwitzen. Bei Sonnenaufgang hatten wir schon den Kraterrand erreicht und es ging allmählich hoch. Der letzte steile Anstieg führte über große Felsblöcke bis zum Gipfel. Von hier hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den Kilimanjaro und den unter uns liegenden Krater. Die Höhe machte sich mit leichten Kopfschmerzen und Übelkeit bemerkbar, so daß wir bald abstiegen. Nochmals übernachteten wir in der Saddle- Hütte und stiegen am nächsten Morgen weiter ab. Es war ein wunderschöner Tag; der Weg führte uns durch den dichten Regenwald in das offene Grasland, von wo wir eine herrliche Aussicht über die weite Ebene hatten. Nach ausgiebiger Dusche im Hotel in Moshi fuhren wir nach Marangu, zum Eingang des Kilimanjaro Nationalparks - 1.800 m. Nachdem Nikos alle Formalitäten erledigt hatte (Anheuern der Träger, Eintragung ins Buch, Zahlung der Gebühren) wanderten wir durch den Regenwald zu den Mandara-Hütten auf 2.700 m. Diese Nur-Dach-Häuser wurden von Norwegern errichtet, sie sind sauber und sogar mit Solarzellen ausgerüstet. Separate Kochhütten, ein Waschhaus und ein Gemeinschaftshaus sind vorhanden. In diesem sitzen die Wanderer an langen Tischen. Jede Gruppe hat ein Tischtuch, auf dem das Essen serviert wird. Wir machten noch einen Spaziergang zum Maundi-Krater, umrundeten ihn und stiegen dann ganz hinab. Schlangen sollen dort sein, wir haben keine gesehen. Der Weg zu den Horombo-Hütten (3.720 m) - die genauso ausgestattet sind wie die Mandara Hütten - führte noch ein Stück durch Regenwald, über Wiesen, Moorland und Heide mit riesigen Lobelien. Von den Horombo-Hütten bis zur Kibo-Hütte (4.702 m) sind es 12 km. Es führt ein vierspuriger Weg über den Sattel - endlos. Rechts grüßt der dunkle, gezackte Mawenzi, der allerdings nur Kletterern vorbehalten ist. Auf etwa 4.100 m ist die letzte Gelegenheit, um an einem kleinen Bach Wasser zu nehmen. Endlich ist die Kibo-Hütte erreicht. Es ist kalt. Wir trinken Tee, zählen den Puls und kriechen in unsere Schlafsäcke. Nur ruhen, schlafen geht ohnehin nicht. Nach dem Essen legen wir uns gleich wieder hin. Draußen stürmt es, Schnee und Hagel schlagen gegen die Scheiben, es blitzt und donnert. Um 23.00 Uhr fangen die ersten an zu rascheln, kurz vor Mitternacht stehen wir auf, trinken Tee und essen Kekse. Nach einer halben Stunde geht es warm verpackt, Stirnlampen und Taschenlampen an, durch den 20 cm hohen Neuschnee. Pole, pole, ganz langsam im Schneetreiben durch die Steinwüste. Ich hatte mir fest vorgenommen, so zu gehen, daß ich nicht außer Atem komme. Es gelingt. Kurze Rast mit heißem Tee an der Hans-Meyer-Höhle, die nach dem Erstbesteiger des Kilimanjaro benannt ist, und weiter geht es. Bald versagen die ersten Lampen. Der Weg wird immer steiler, die Schritte werden immer langsamer. Bald sind wir im Geröll und zwischen großen Felsen, dann stehen wir am Gilmans Point - 5.685 m. Es ist der Kraterrand und wer es bis hierher geschafft hat, hat den Kilimanjaro erreicht. Es ist noch dunkel, aber es schneit nicht mehr und wir fühlen uns so gut, daß wir weitergehen, immer am Rand des Kraters entlang. Die Sonne geht auf und taucht alles in herrliches rötliches Licht. Noch immer sind wir nicht oben. Nach ungefähr 1 ½ Stunden für 210 Höhenmeter stehen wir an den Fahnenstangen des Uhuru Peak - 5.895 m. Es ist viertel vor acht, geschafft! Vor lauter Freude kann ich nur noch heulen. Gedanken an meine Töchter, Freundinnen und Freunde die mir sagten "Du schaffst es" gehen mir durch den Kopf. Ich bin dem Herrgott für diesen Glücksmoment zutiefst dankbar. Afrika liegt mir zu Füßen. Wir haben es alle geschafft. Es ist strahlender Sonnenschein, der Gletscher glänzt türkis und Mawenzi ist schneebedeckt. Der Abstieg durch die Geröll- und Aschehalden ist eine rutschige Angelegenheit. Gegen 12 Uhr sind wir alle wieder in der Kibohütte und haben nur noch einen Wunsch - schlafen. Um 14.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Horombohütte. Ausgeschlafen geht es am nächsten Morgen zum Kilimanjaro-Gate. Wir genießen den Weg durch den Regenwald bei strahlendem Sonnenschein. Am Gate erwartet uns unser Landrover. Die Urkunden werden uns ausgehändigt, noch ein Foto mit Bergführern, Koch und Trägern fürs Album und zurück geht es nach Moshi. Wir machen einen Bummel über den Markt, schauen den Ebenholzschnitzern zu , kaufen Souvenirs und sind alle ein bißchen traurig, daß es vorbei ist. Wir trinken noch einen Eimer Bananenbier und fahren dann zum Kilimanjaro Airport. Nikos, unser DAKS-Reiseleiter, bleibt noch. Er macht noch Urlaub auf Sansibar - der Glückliche. Bei der Zwischenlandung in Dar es Dalaam sind es um Mitternacht noch 31 Grad plus, am nächsten Morgen in Amsterdam 9 Grad; -der Winter hat uns wieder. E. Christel Krupp |